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GrundschuleWakendorf II

Lernen. Leben. Gemeinsam.

SchuleSchulkonzept

Die Außenstelle Grundschule Wakendorf II der Schule Kisdorf betreut derzeit 70 Schülerinnen und Schüler. Ziel des Konzeptes ist es, den Unterricht so zu organisieren, dass eine bestmögliche Förderung und eine professionelle pädagogische Arbeit gewährleistet werden.

Die Grundschule Wakendorf II ist mehr als nur ein Standort. Sie ist Teil einer Schulgemeinschaft mit eigenem Profil und besonderen Stärken, die im ländlichen Rahmen verankert sind und für die Schülerinnen und Schüler vor Ort spürbar werden.

Was die Schule auszeichnet:

- Nähe zum Kind und persönliche Atmosphäre: Durch die überschaubare Größe können Lehrkräfte individuell auf die Schülerinnen und Schüler eingehen und eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung aufbauen.

- Gute Lernatmosphäre: Das ländliche Umfeld bietet Ruhe und Konzentration. Weniger Ablenkung ermöglicht fokussiertes Lernen, ergänzt durch naturnahe Projekte und kreative Arbeitsformen.

- Ortsverbundenheit: Die Schule ist fest in die Gemeinde eingebunden, was Identifikation und Zusammenarbeit mit Eltern, Vereinen und lokalen Institutionen stärkt. Schulträger ist die Gemeinde Wakendorf II. Die OGS ist dem Schulverband im Amt Kisdorf zugeordnet.

- Kooperation mit der Schule Kisdorf: Sowohl die Grundschule Wakendorf II als auch die Schule Kisdorf profitieren von der Zusammenarbeit in Bezug auf Strukturen, Standards und Angeboten, u.a. im Ganztagsbereich.

- Professionelle Arbeit: Regelmäßige Reflexion, Teamarbeit und Fortbildungen sichern eine stetige Weiterentwicklung des Unterrichts. Differenzierung, individuelle Förderung und pädagogische Flexibilität stehen im Mittelpunkt.

- Gemeinschaft und Werte: Neben Wissenserwerb werden soziale Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein und Respekt aktiv gefördert. Das Lernen erfolgt in einer Atmosphäre, die Selbstständigkeit und Teamfähigkeit stärkt.

1. Grundprinzipien

Grundsätzlich wird Unterricht in Jahrgangsklassen angestrebt. Sollten die Schülerzahlen dies nicht ermöglichen, wird jahrgangsübergreifend unterrichtet. Die Entscheidung, welche Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen, erfolgt nach pädagogischen Kriterien und berücksichtigt den Blick auf die individuellen Lerngruppen.

2. Unterrichtsformen

2.1 Jahrgangsunterricht

Im Jahrgangsunterricht werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Klassenstufe nach den Lehrplänen des Landes unterrichtet. Dies ermöglicht eine klare Strukturierung des Lernprozesses und die gezielte Förderung der Kompetenzen innerhalb einer Altersgruppe.

2.2 Jahrgangsübergreifender Unterricht

Wo notwendig, werden Klassenstufen zusammengeführt. Dabei liegt der Fokus auf differenzierten Lernangeboten, die den individuellen Lernständen gerecht werden. Kooperative Lernformen und unterschiedliche Methoden kommen hier in besonderem Maße zum Einsatz.

Aktuell wird in Jahrgang 1 und Jahrgang 4 in jahrgangsbezogenen Klassen unterrichtet. Die Erstklässlerinnen und Erstklässler profitieren von einer kleinen Lerngruppe (15 Schülerinnen und Schüler), in der sie gut in das System der Schule aufgenommen werden können. Die Jahrgänge 2 und 3 werden jahrgangsübergreifend unterrichtet. Sie sind zu einer großen Gruppe zusammengewachsen, die den Großteil des Schultages gemeinsam verbringt und binnendifferenziert – oft mit Unterstützung z.B. durch eine Schulassistenz – unterrichtet werden. In Deutsch findet jahrgangsbezogener Unterricht statt. Jahrgang 4 arbeitet jahrgangsbezogen und bereitet sich auf den Übergang an die weiterführende Schule vor.

Die Evaluation nach drei Monaten zeigt, dass die große Klasse gut zusammengefunden hat und der reguläre Lernfortschritt in beiden Lerngruppen – genauso wie zuvor im Jahrgangsunterricht - erzielt wurde. Die bisherigen Erfahrungen aus den Jahrgängen 2 und 3 zeigen, dass eine Umsetzung perspektivisch insbesondere in den Jahrgängen 3 und 4 noch sinnvoller erscheint. Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgänge verfügen in der Regel über eine größere Selbstorganisation, die kooperative Lernformen und individuelle Arbeitsphasen erleichtert. Darüber hinaus sprechen die übereinstimmenden Unterrichtsinhalte und -zeiten für eine organisatorisch stimmige Verknüpfung.

2.3 Individuelle Förderung

Unabhängig von der Organisationsform steht die individuelle Förderung im Mittelpunkt. Dies umfasst Förderangebote für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ebenso wie besondere Herausforderungen für leistungsstarke Kinder.

3. Pädagogische Ausrichtung

Die Arbeit an der Grundschule Wakendorf II ist durch Professionalität und pädagogische Verantwortung geprägt. Das Kollegium arbeitet eng zusammen, reflektiert regelmäßig seine Arbeit und entwickelt das Unterrichtskonzept kontinuierlich weiter. Dabei steht die Förderung der Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und sozialen Kompetenzen der Kinder im Vordergrund.

Ein zentrales Leitprinzip der pädagogischen Arbeit ist, dass Bildung ohne tragfähige und verlässliche Beziehungen nicht möglich ist. Deshalb beginnt jeder Schultag mit der Klassenlehrkraft und dem Leseband. Dieser gemeinsame Start schafft Sicherheit, Kontinuität und stärkt die Bindung zwischen Kindern und Lehrkräften. Das kleine, überschaubare System mit vertrauten Bezugspersonen ermöglicht einen intensiven Blick auf jedes einzelne Kind.

Feste Rituale strukturieren den Schulalltag und unterstützen Orientierung und Vertrauen. Als Schule ohne Klingel wird bewusst ein stressfreies Lernumfeld geschaffen, das Konzentration ermöglicht und zu einer ruhigen, entspannten Arbeitsatmosphäre beiträgt. Diese Ruhe wirkt sich unmittelbar auf das soziale Miteinander aus: Eine friedlichere und kooperativere Lernkultur entsteht, in der Kinder Verantwortung übernehmen, Rücksicht nehmen und miteinander lernen, anstatt sich von äußeren Signalen oder Unterbrechungen treiben zu lassen.

4. Zusammenarbeit und Schulentwicklung

Die Grundschule Wakendorf II ist integraler Bestandteil der Schule Kisdorf und nimmt aktiv an allen schulischen Entwicklungsprozessen teil. Durch regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung und zwischen den Kollegien wird die Qualität der Arbeit gesichert. Regelmäßige Fortbildungen und Teamabsprachen tragen dazu bei, die professionelle Arbeit auf einem hohen Niveau zu halten und weiterzuentwickeln.

5. Fazit

Mit diesem Konzept wird eine Grundlage geschaffen, um den Unterricht an der Grundschule Wakendorf II sowohl organisatorisch als auch pädagogisch professionell zu gestalten. Die flexible Organisation ermöglicht es, auf unterschiedliche Schülerzahlen und Lernbedarfe einzugehen, wobei die Entwicklung des Kindes und die Qualität des Unterrichts stets im Mittelpunkt stehen.